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Auf Wiedersehen Kolumbien! - Reiseblog No 16


Liebe Rohkost-Freunde,

herzliche Grüße aus Kolumbien´s quirliger Hauptstadt Bogotá.


Als ich Mitte September die Camphill-Gemeinschaft Agua Linda verließ, wusste ich erst einmal nicht, wie und wo es weitergehen sollte, denn es war nicht möglich, wie geplant nach Ecuador weiterzureisen. Aber wie immer, kommt zur rechten Zeit genau das Richtige ins Leben geschneit, diesmal in Form eines tollen Housesitting-Angebotes. Die Besitzerin einer traumhaften Resort-Finca bei Barbosa, nördlich von Medellín, kontaktierte mich und fragte, ob ich Interesse hätte, ihre Finca und ihre 5 Hunde zu hüten. Als ich die Bilder gesehen hatte, habe ich sofort zugesagt. Auf diesem prächtigen Anwesen mit Pool, Rutsche und wunderschönem Außenbereichen habe ich die letzten 2 1/2 Monate verbracht, die Ruhe und den Luxus dort genossen und von einem sicheren Ort aus die Ereignisse in der Welt beobachtet. Aus Diskretion und nach Rückfrage bei der Besitzerin zeige ich hier jedoch keine Fotos des Anwesens.


Das kleine Städtchen Barbosa, eingebettet in grüne Hügel.

Meine lieben 4-beinigen Freunde Fifi, Toby, Mara, Bella und Lucy waren mir treue, liebevolle Mitbewohner und haben mich in Bewegung gehalten. Jeden Tag waren wir 5-6 Stunden in der schönen Umgebung laufen. Die Hunde liebten es und ich bin nun fit wie ein Turnschuh, braungebrannt und habe eine Bikini-Figur 😂.











Die Küche war perfekt ausgestattet und ich traute meinen Augen kaum, als ich bei meiner Ankunft dieses Prachtexemplar sah. Ein niegelnagelneuer Blendtec!



















So konnte ich mich wieder einmal richtig rohköstlich in der Küche austoben. Sonntags gab´s rohköstlichen Cheesecake im Glas. 😍

Auf dem Gelände gab es Orangen, Mandarinen, Limetten, Avocados, Mangos, Bananen, Sternfrucht, Guaven, Sapoten und Aloe vera. Paradies pur!


Von Barbosa aus ist man in 40 Minuten mit Metro-Bus und Metro im Zentrum Medellíns, wo es alles gibt, was man sich nur wünschen kann. In meinem Lieblingsgeschäft „Frutos y Semillas“ gibt es außer allen Nüssen und Samen sogar so exotische Zutaten wie Spirulina, Edelhefe, Xylit, Flohsamenschalen, Maca, Moringa, Shiitake, Miso, Algen, Keimsaaten und einfach alles, was das Rohkostherz erfreut.

Die Hausbesitzer kamen früher als geplant zurück, denn sie hatten Angst, dass wenn sie zu lange warten, es vielleicht nicht mehr möglich sein würde, einzureisen. Es ist zwar seit 3 Monaten möglich, wieder nach Kolumbien auf dem Luftweg einzureisen, die Landesgrenzen zu allen Nachbarländern sind jedoch immer noch geschlossen. Die Situation ist aber instabil. Mit den erneuten Lockdowns in Europa, den USA und Kanada ist es sehr gut möglich, dass auch Kolumbien noch einmal nachzieht und dicht macht.


Es fiel mir richtig schwer mich von meinen lieben 4-beinigen Freunden zu verabschieden. Sie waren mir richtig ans Herz gewachsen und ich vermisse sie jetzt noch.


Einige Tage verbrachte ich in Guatapé, eines der schönsten Städtchens des Bezirks Antioquia, etwa 2 Std. von Medellín entfernt. Guatapé ist berühmt für seine wunderschönen, bunten, reich verzierten Häuser. Typisch sind die sogenannten „Zócalos“. Das sind die schmucken, liebevoll gestalteten Verzierungen am unteren Teil der Häuser. Sie stellen Szenen des alltäglichen Lebens dar, Berufe, die der Hausbewohner ausübt und andere kunstvolle Ornamente.







Bäcker, Metzger, Schuhmacher, Bauer, Lehrerin, Kaffeepflücker.







Welcher Berufsstand ist hier wohl dargestellt? Leichentransporter?

Wieviele Schafe habe ich nochmal auf der Weide?

Es ist eine wahre Augenweide durch das kunterbunte Städtchen zu schlendern.



Kein Besuch von Guatapé ist komplett ohne den „El Peñón de Guatapé“ bestiegen zu haben. Ein mächtiger Monolith, der 2135 Meter in die Höhe ragt. Er besteht aus Quarz, Feldspat und Mica und wiegt angeblich etwa 65 Millionen Tonnen. Wer es schafft die 740 Stufen hochzuklettern, wird mit atemberaubenden Ausblicken auf die umliegende Landschaft belohnt.

In den 1970er Jahren wurde ein großes Wasserkraftprojekt um Guatapé gestartet und ein riesiger menschengemachter See angelegt.



Was die Kleine wohl über die ganzen maskierten Erwachsenen um sie herum denkt?

Guatapé ist einfach farbenfroh und macht gute Laune!

Mit den liebevoll, bunt verzierten Tuk-Tuks kommt man schnell von einem Ort zum anderen.

Nach der Schule ist Zeit für ein Schwätzchen.

Auch lecker essen kann man in Guatapé, am besten im „Namaste Vegan Express“.

Chef Jairo Naranjo serviert leckere vegane Gerichte in riesigen Portionen.

Gerne bereitet er auch ein völlig roh-veganes Mittagessen zu. Sehr lecker besonders die verschiedenen Saucen.




















Seit 2 Tagen bin ich nun in Bogotá, der laut pulsierenden Metropole und mit Abstand größten Stadt Kolumbiens.

Der Platz Simón Bolívar, das Herzstück der Altstadt.


Der Verkaufsschlager des Jahres 2020 - „Tapabocas“ - Masken 50 Stück für nur 2,40 €.


Mit Hängen und Würgen habe ich es ins Gold-Museum geschafft. Alle Museen des Landes waren viele Monate lang geschlossen und nun kann man nur mit komplizierter Voranmeldung via Handy-Code, den ich nicht habe, einige Tage vorher einen Platz für eine Führung bekommen. Selbständig kann man das Museum noch nicht wieder besuchen. Ich habe es aber mit ein wenig Überredungskunst geschafft, dass es mir ein Führer erlaubt hat, mich einer gebuchten Gruppe anzuschließen.

Das „Museo del Oro“ ist wohl das Größte seiner Art auf der ganzen Welt. Über 50.000 Ausstellungsstücke, die von präkolumbianischen Künstlern geschaffen wurden, kann man dort bestaunen. Glänzendes Gold wohin das Auge schaut! Wow!







Eine ganze Rüstung aus Gold.




















Hier in Bogotá habe ich auch eine „Rohkost-Seelenschwester“ getroffen. Tatiana kommt ursprünglich aus der Ukraine. Die Liebe hat sie nach Kolumbien gebracht. Sie war früher Musikerin und Sängerin. Als ihr Mann ganz jung verstarb, begann sie sich für Ernährung zu interessierten und landete bald bei der veganen Rohkost. Nachdem sie die Ausbildung bei Matthew Kenney absolviert hatte, startete sie ihr eigenes Unternehmen „Verde Mango“ und begann gesunde vegane Rohkost zu produzieren. In ihrer kleinen Produktionsküche entstehen Cashew-Eis, fermentierter und gereifter Käse, Bananenbrot, Trüffel und viele weitere Ideen sind in Planung.













































Ja, und wer sagst denn? Es gibt sogar ein richtig tolles Rohkostrestaurant in Bogotá. Das „MAKE UP“. Es ist eine Franchise der Matthew Kenney Restaurants. Daniél hat die Kunst der Gourmet-Rohkostzubereitung von der Basis auf gelernt und verwöhnt nun seine Gäste mit einem vielfältigen Menü. Es war fantastisch wieder einmal richtig gut-zubereitete Gourmet-Rohkost zu genießen.


Smoothie mit Mandelmilch, Erdbeeren, Heidelbeeren, Banane und Açaí.



















Massierter Grünkohl - Wie habe ich ihn vermisst! - mit Cashew-Creme, marinierten Pilzen, Cashew-Parmesan und Kürbiskern-Cracker.

Mokka-Vanille-Cheesecake. Mmhh!

Grüner Detox-Saft mit Grünkohl, Gurke, Spinat, Sellerie, Apfel, Zitrone, Petersilie.

Pizza Verde mit Spinat, Grünkohl, Zucchini, Oliven, Avocado, Basilikum-Pesto, Cashew-Käse, Paprika-Creme.

Zum Dahinschmelzen!

Limetten-Cheesecake und Smoothie mit Mandelmilch, Heidelbeeren, Banane.

Und so neigt sich meine Zeit in Kolumbien dem Ende zu. Mein Visum läuft bald aus. So verabschiede ich mich morgen nach 10 wunderschönen und erlebnisreichen Monaten von dem farbenfrohen Kaffeeland mit seinen freundlichen Menschen und werde weiterreisen.

Am 10. Dezember habe ich mein 3-jähriges Reisejubiläum gefeiert. So lange ist es schon her, dass ich das Schiff in Málaga bestieg und mich erst einmal von Europa verabschiedete.

Da es im Moment keine Option ist nach Deutschland/Europa zurückzukehren und es auch sonst schwierig ist mit den bestehenden Restriktionen zu reisen, habe ich mich für Mexiko entschieden. Dort kann man immer noch ohne den leidigen PCR-Test und Quarantäne einreisen. So wird mein nächster Arbeitseinsatz in einem Ökodorf bei Tulum auf der Yucatán-Halbinsel sein. Es liegt wunderschön im Dschungel und ich freue mich schon sehr darauf.

Von dort melde ich mich dann wieder bei Euch.


Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Adventszeit, trotz der widrigen Umstände ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr, das ganz sicher lichter und schöner sein wird als das vergangene.


Alle Liebe

Gisela 🌺














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